Masters bei den Triple-Meisterschaften 2026

Kategorien: Rudernveröffentlicht am: 17. Juli 2026
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Am 11./12.07.2026 fanden zum wiederholten Male die deutschen Triple-Meisterschaften auf dem Elfrather See in Krefeld statt.

Die gemeinsame Veranstaltung aus Deutsches Meisterschaftsrudern (Mittel- und Grossboot), Offene Deutsche Masters Meisterschaften und Deutsche Hochschulmeisterschaften im Rudern ist seit Jahren ein fester Termin im Rennkalender.

Diese Jahr machten sich Aenna, Victoria und die Masters Marco, Frank und Hannes auf nach Krefeld, um sich der nationalen Konkurrenz zu stellen. 🌞 Genau wie die JuniorInnen vor zwei Wochen hatten wir bei ca. 34°C schon fast etwas zu viel des guten Sonnenscheins. Die Tage waren somit geprägt von Schatten suchen und Trinkflaschen auffüllen.

Um es vorweg zu nehmen, der Ausflug war durchaus erfolgreich und der SC DHfK hat sich mehr als achtbar präsentiert.🥇🥇🥇🥇🥉🥉🥉

Aber was wäre ein Regatta-Bericht nicht ohne wieder eine spannende Vorgeschichte aus dem Masters-Bereich. 😎

Die bisherige Saison verlief für uns nicht ganz so wie geplant. Diverse krankheitsbedingte Ausfälle haben uns dieses Jahr sämtliche Vorbereitungsregatten ausfallen lassen. Für die Bremer Regatta machte uns Marco seine Schulter ein Strich durch die Rechnung, für das Masters-Championat in Werder mußte sich Benni vom ARV krankheitsbedingt abmelden. Die Lobensteiner Regatta passte bei mir nicht in den Terminkalender, so daß dort nur ein Teil der Mannschaft angetreten ist.
Für unser erstes Saison-Highlight in 14 Tagen in München (die Euro-Masters) sollte nun in Krefeld die „Vorbelastung“ bei den deutschen Masters Meisterschaften stattfinden. Also zwei in zwei Altersklassen den Doppelvierer gemeldet, eine Unterkunft besorgt, Boote verladen und Sachen gepackt.
So sollte es dann am Freitag endlich losgehen…

Doch wenn alles glatt geht, wie geplant, wäre es ja auch langweilig und wir hätten nix zum erzählen. Am Mittwoch schlug das Fieber zu und Andi mußte sich schon mal vom letzten Training abmelden. Noch bestand die Hoffnung, dass das Fieber wieder sinkt und er sich bis Samstag Nachmittag erholt.
Ha, wäre auch zu schön gewesen…Somit fiel Donnerstag die Entscheidung, dass Andi nicht mitfährt und alles stand wie so oft in dieser Saison auf der Kippe.

Also wieder das Telefonbuch gezückt und alle Leute angerufen, die eventuell einspringen könnten – die Chancen stehen ja auch nicht schlecht bei Urlaubs- und Ferienzeit und 1 Tag vor Anreise. Aber Masters sind halt Masters. Da hilft man sich.

Arnd aus unseren alten Jugendzeiten, der heute für die RG Speyer startet, war sowieso in Krefeld am Start und auch ein Gegner in dem Doppelvierer-Rennen am Samstag. Für das zweite Rennen am Sonntag hatte er aber noch Zeit und freute sich wie Bolle, mal wieder mit seinen alten Ruderkameraden ins Boot steigen zu können. Sehr schön, Sonntag gesichert.

Jetzt fehlt noch jemand für Samstag. Ein Spond-Aufruf beim ARV in den RBL-Gruppen, welche viele Studenten aus ganz Deutschland hat, brachte wirklich den entscheidenden Kontakt. Donnerstag Abend den Aufruf gestartet, Freitag Vormittag kam eine Nachricht mit einem potentiellen Kontakt aus „Kassel“… Jan (der dann doch von der RG Lauenburg bei Hamburg kam) angerufen und mit ihm das Rennen am Samstag verabredet.
Puh, Samstag auch gesichert – alles gefühlt innerhalb von 12 Stunden komplett umorganisiert.

Also doch Freitag Mittag von Arbeit „abmelden“ und auf nach Krefeld.
Am Samstag hatten wir dann ganz entspannt Zeit, um uns mit Jan zu treffen, das Boot anzubauen und die ersten „Renntaktiken“ abzustecken… Wie fahrt ihr so? schnelles Hände weg oder hinten sitzen bleiben? Welche Frequenzen fahrt ihr etc.?  Aber soweit passt alles, die rudertechnischen Vorstellungen stimmen überein und auch das zwischenmenschliche passt. Jan ist ein korrekter Typ. Für eine gemeinsame Testfahrt hielt der Zeitplan der Regatta leider keine Fenster offen, so daß wir es auf gut Glück versuchen mußten.
Samstag, 14:30, unser Hauptrennen im Doppelvierer AK C (44-49 Jahre), Jan als „Aushilfe“ kommt auf 58 Lenze und damit ca. 10 Jahre älter als wir, 4 Boote am Start. Das Minimalziel hieß jetzt: nicht Letzter werden und damit am Siegersteg anlegen.

Die Fahrt hoch zum Start fühlte sich schon gut an und auch die ersten schnellen Schläge passten. Einschwimmen in die Bahn, Boot ausrichten, „Leipzig, Ready?“, die Ampel springt auf grün… Jetzt zählt es! Und wie!
Nach einem guten Start und ca. 200m waren noch alle vier Boote auf gleicher Höhe. Jetzt in den Streckenschlag kommen und über die Länge das Boot laufen lassen. Und wie es lief. Die Ansagen von Marco für unsere Druckzehner saßen perfekt und Schlag für Schlag schoben wir uns vorbei.
250m vor dem Ziel hatten wir eine Bootslänge Vorsprung und gaben diese nicht wieder her. Völlig euphorisiert, glücklich und auch etwas „ungläubig“ konnten wir es noch gar nicht fassen. Wir hatten gewonnen. Es fühlte sich so leicht an, was es natürlich nicht war. Aber manchmal passiert „Magic“ und in diesem Rennen hat es einfach gezündet und es hat perfekt harmoniert.
Was kann jetzt noch kommen??? (Die Siegerehrung zum Deutschen Meister im MM 4x C natürlich)

Für das Rennen am Sonntag hatten wir unseren alten Kollegen Arnd organisiert. Hier war nochmal ein Start eine Altersklasse tiefer bei dem B-Masters (36-43 Jahre) geplant. Genau wie am Tag zuvor war die Maßgabe – wir wollen am Siegersteg anlegen. Auch hier hatten wir ein super Rennen, welches von der Spannung her für die Zuschauer noch etwas aufregender war. Am Start lagen diesmal 5 Doppelvierer und zur Streckenhälfte lagen noch drei Boote innerhalb einer halben Bootslänge – wir waren mit dabei.
200m vor dem Ziel hatte sich das Bild nicht viel geändert, ein Boot vorne, zwei Boote nahezu gleichauf eine halbe Länge dahinter. Im Endspurt hatten die anderen beiden Boote dann den längeren Atem, oder Schlag (denn Länge läuft). Aber eine Sekunde Rückstand zu Platz Zwei gibt uns Hoffnung und Antrieb, die noch fehlenden PS im nächsten Jahr aufzuholen. Das ist auf jeden Fall machbar. Nun genug von den Masters, kommen wir zu den Damen…

Aenna startete bei den Großbootmeisterschaften im Mix-Doppelvierer in einer Renngemeinschaft mit Berlin. In einem ebenfalls souveränen Rennen gewann sie mit fast 4 Sekunden Vorsprung den Deutschen Meistertitel. Herzlichen Glückwunsch!

Victoria startete bei den Hochschulmeisterschaften für die UNI Giessen im Einer, Doppelvierer, Vierer ohne Stf. und im Achter. Und auch hier ging keine Siegerehrung ohne Leipziger Beteilung von statten. Am Ende standen im Vierer ohne Stf. und im Doppelvierer jeweils der 1. Platz, und im Einer und im Achter jeweils Platz 3 zu Buche.
Ebenfalls ein 4-faches Herzlichen Glückwunsch!

Was für ein hervorragendes Ergebnis für den SC DHfK.
7 Starts – 7 Medaillen, davon 4 Meister-Titel und 3 mal Bronze.
🥇🥇🥇🥇🥉🥉🥉

Text und Bild: Hannes Rothe

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