Regattabericht DJM 2022 in Köln

Kategorien: Rudernveröffentlicht am: 4. Juli 2022
DJM 2022

Der Mädchen Doppelvierer mit Aenna Höfer, Alessa Kneiss, Jette Prüfer und Nele Prüfer fuhren als Vierte ins Ziel: Foto: DRV

Deutsche Jahrgangsmeisterschaften U19 & U23 in Köln. 9 Junior:innen vom Landesstützpunkt und eine U23-Sportlerin waren für die Abteilung Rudern am Start. U-23-Leichtgewichtsruderin Victoria Hory wird Deutsche Vizemeisterin im leichten Frauen-Einer.

Am 21.06.2022 ging es für die Sportler/in Liara Igel, Aenna Höfer, Jette Prüfer, Nele Prüfer, Erik Schefer und Timon Mehlhose von RV Triton, Lion Schweinitz, Alessa Kneiss, Tim Laux, Layla-Natalie Eckert und Lene Holkenbrink in der Früh zur Deutschen Meisterschaft nach Köln. Kaum angekommen, wurden Boote angebaut und die erste Laufeinheit um den Fühlinger See wurde hinter sich gebracht. Danach ging’s auch schon ins Hotel wo alle den Abend entspannt ausklingen ließen.

Am nächsten Morgen starteten die Sportler die Erste Rudereinheit auf der Regattabahn. Nach dem kleinen Frühsport ging es zur Mittagspause ins Hotel zurück, um am Nachmittag zur zweiten Einheit topfit zu sein. Am Nachmittag wurden im Kleinboot kurze Strecken und schnelle Schläge gefahren, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen.
Abends, nach dem Essen, ging es für alle auf die Zimmer und in die Betten, denn am nächsten Morgen ging es für die Duos Liara Igel/Aenna Höfer und Alessa Kneiss/Jette Prüfer im Doppelzweier als erstes zum Start der 1500m langen Strecke. Sie erreichten in ihrem Vorlauf den dritten und zweiten Platz und landeten somit beide im Halbfinale. Am selben Tag, belegten Lion Schweinitz und Erik Schefer im Riemenzweier den sechsten Platz und fuhren somit ebenfalls ins Halbfinale. Der Mädchen Doppelvierer mit Aenna Höfer, Alessa Kneiss, Jette Prüfer und Nele Prüfer, gesteuert von Emma Meder vom Dresdner Ruderclub fuhr knapp am dritten Platz vorbei und hielten den Kopf oben für das Halbfinale. Tim Laux kämpfte in seinem Vorlauf um ein gutes Halbfinale und erreichte dieses auch. Dasselbe tat Layla-Natalie Eckert, gelungen ist es ihr allerdings nicht ganz, sie belegte Platz 4.

Am Freitag ging es für Lion Schweinitz und seinen Zweierpartner Erik Schefer zum 2000m Start des Halbfinales. Dort belegten sie den 5. Platz und zogen somit ins B- Finale ein. Ebenfalls fanden am Freitag die Bahnverteilungsrennen statt für alle Rennen mit maximal 7 startenden Booten. Lene Holkenbrink fuhr diese im Vierer ohne Steuermann in Renngemeinschaft mit 3 Sportlerinnen aus Potsdam und im Achter der A-Juniorinnen. Beide Rennen konnte sie mit ihrem Team souverän gewinnen was erstmal ein guter Standpunkt und die besten Bahnen für die Sonntag anstehenden Finals bedeutete. Der Mädchen Doppelvierer belegte den zweiten Platz im Halbfinale und war somit auf dem Weg ins A-Finale gehörte also zu den schnellsten 6 Mannschaften in Deutschland. Nach dem anstrengenden Tag, wurde abends noch eine Runde Werwolf gespielt und dann ins Bett gegangen.

Samstag früh, um 07:15Uhr standen die beiden Mädchen Doppelzweier schon auf der Matte und waren bereit für ihr Rennen. Die Halbfinals standen an. Platz 1-3 kommen ins A-Finale, Platz 4-6 ins B-Finale. An der Regattastrecke angekommen, wurde sich schon fleißig erwärmt und die Rennbesprechungen gemacht. Dann ging es auch schon aufs Wasser und die Nervosität stieg. Um 09:00 Uhr starteten die Mädchen nun und Alessa Kneiss und Jette Prüfer fuhren mit dem zweiten Platz ins Ziel und Aenna Höfer und ihre Zweierpartnerin Liara Igel belegten den dritten Patz. Somit waren beide Leipziger Boote im A-Finale. Tim Laux qualifizierte sich im schweren Junior-A Einer für das B-Finale. Timon Mehlhose (RV Triton) tat es ihm gleich.

Sonntag- Finaltag. Bei einem Gang über den Regattaplatz spürte man die Spannung deutlich, denn es geht neben Deutschen Meister Titeln auch um Qualifikationen für die Junioren-Nationalmannschaft. Als erstes Renne an diesem spannungsgeladenen Tag starteten die zwei B-Juniorinnen Doppelzweier. Das Duo Kneiss/Prüfer machte es dem Favoritenboot aus Düsseldorf/Essen auf den ersten 1000m denkbar schwer und bewiesen dass sie keineswegs zu unterschätzen sind denn sie lagen lang auf Platz 2 und das Rennen entschied sich somit auf den letzten 500m. Kaum am Ziel angekommen strahlten die Gesichter von Alessa Kneiss und Jette Prüfer, denn sie erreichten einen grandiosen dritten Platz. Der andere Mädchen Doppelzweier mit Aenna Höfer und Liara Igel errichten den sechsten Platz, als Jüngstes Boot aus dem Rennen, was viel Freude auf die nächste Saison bereitet. Tim Laux holte sich den Sieg und belegte den ersten Platz im B- Finale ist also insgesamt der 7. schnellster Einer in Deutschland, im gleichen Rennen belegte Timon Mehlhose den 3. Platz. Lion Schweinitz und Erik Schefer warteten zeitgleich an der Startlinie auf das Startsignal. Nach dem ersten Kilometer waren die beiden schon sicher auf dem zweiten Platz und hielten das auch bis ins Ziel. Somit wurden sie Zweite im B-Finale der Jungs im Riemenzweier. Kurz danach startete Lene im ,,Vierer ohne’’ der A-Juniorinnen, eine der Bootsklassen bei der es für den Sieger eine Direktqualifikation für die Junioren Weltmeisterschaft im italienischen Varese gibt. Das Rennen entpuppte sich als echter Krimi. Denn bis zur 1500m Marke wusste niemand wer sich die Goldmedaille und WM-Quali sichert. Die starke Konkurrenz der RG Hansa Hamburg in Renngemeinschaft mit dem RK am Wannsee zeigte deutlich, dass es mit ihnen kein Zuckerschlecken ist und nach einem ständigen hin und her der führenden Position hatten sie am Ende den Bugball vorne was Lene Holkenbrink zwar trotzdem noch zur Vize-Deutschen Meisterin macht allerdings keine direkte WM-Quali bedeutet. Am Ende trennte sie nur knapp mehr als eine Sekunde von der Gold Position, Schade aber trotzdem ein grandioses Rennen mit einem Ausgang auf den man stolz sein kann!
Der Mädchen Doppelvierer mit Aenna Höfer, Alessa Kneiss, Jette Prüfer und Nele Prüfer fuhren als vierte ins Ziel, waren jedoch zufrieden mit ihrer Leistung. Zum Schluss hieß es dann Achterzeit auf dem Fühlinger See und dieser wurde mit den letzten und auch schnellsten Rennen des Tages gehörig zum Kochen gebracht. Ab dem Startsignal hieß es nur noch alles raus was geht denn es ist das letzte Rennen des Wochenendes und das war auch nötig. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte konnte sich die Mannschaft keines Wegs zurücklehnen denn der Abstand zum 2. Platz war maginal, doch durch einen unfassbar starken Endspurt über 600m konnte sich Lenes Achter doch noch mit einer ganzen Bootlänge Vorsprung den 1. Platz sichern was sie somit zur Deutschen Meisterin im A-Juniorinnen Achter machte. Die Freude war riesig!

Nach den Rennen wurde fix abgebaut und der Hänger wurde beladen, damit eine schnelle Heimreise erfolgen konnte.  Die Trainer zeigten ihren Stolz und ich zitiere: „Das waren die besten deutschen Meisterschaften seit langem.“

Bericht: Liara Igel, Lene Holkenbrink

Nachtrag:

Unsere U-23-Leichtgewichtsruderin Victoria Hory wurde im Leichten Frauen-Einer Deutsche Vizemeisterin! In Renngemeinschaft mit ARC Würzburg, RG Heidelber und dem Rostocker RC belegte sie zudem noch den 3. Platz im leichten Seniorenfrauen-Doppelvierer.

Herzlichen Glückwunsch!

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